| Definition Verbrennungen und Verbrühungen sind schwere Schädigungen der Haut, der Hautanhangsgebilde und zum Teil auch der tieferliegenden Gewebe durch thermische Einflüsse. Dadurch resultieren nachhaltige Auswirkungen auf den gesamten Organismus durch Störung der "vitalen Funktionen". |
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| Ursachen Thermische Schäden der Haut und der Anhangsgebilde (z.B. Haare, Nägel) entstehen durch Einwirkung von:
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Je nach Intensität und Art des einwirkenden thermischen Mediums auf die Haut kommt es zur Ausbildung der Verbrennungswunde in unterschiedlichen Schweregraden. Dadurch ist die Wunde abhängig von:
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Entscheidend für die Schwere der Verbrennung/Verbrühung sind vor allem zwei Faktoren:
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| Dabei sind großflächige schwere Brandwunden eine der schlimmsten Verletzungen, die ein Mensch erleiden kann. | |||
Gefahren
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Erkennen Die Einteilung der Tiefe einer Verbrennung / Verbrühung erfolgt meist in drei Verbrennungsgrade: 1. Grad: Rötung, Schmerzen, Schwellung 2. Grad: Rötung, Schmerzen, Schwellung, Blasenbildung 3. Grad: Grau-Schwarz-Weiß lederartige Hautgebiete, Gewebsuntergang (Nekrosen), keine Schmerzen mehr
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1. Grad
2. Grad 3. Grad |
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| Berechnung der Verbrennungsfläche
Die Ausdehnung einer Verbrennung wird beim Erwachsenen mit der sogenannten Neuner-Regel bestimmt, nach der den einzelnen Körperregionen die betreffende prozentualen Anteile zugeordnet werden. Im Schaubild ist die Neuner-Regel gezeigt, bei der die meisten Flächen mit 9 oder 18 % der Gesamtkörperfläche angenommen werden. Bei Kindern verliert die Neuner-Regel leider ihre Gültigkeit, da sich das Verhältnis von Kopf und Extremitäten zum Körperrumpf gegenüber dem Erwachsenen völlig anders verhält. Daher kann man die angaben im Schaubild auch nur als ungefähre Angaben verstehen. Je nach Alter des Kindes ist vor allem das Verhältnis von Kopf und Hals zur Gesamtkörperfläche größer oder kleiner. In Anbetracht dieser Situation empfielt es sich generell bei Kindern das Ausmaß der Schädigung nach der folgenden Faustregel festzulegen! |
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Das "Thermische Trauma" führt in Abhängigkeit von seiner Tiefe und Ausdehnung nicht nur zu einer örtlichen Gewebeschädigung, sondern löst eine Vielzahl pathophysiologischer Vorgänge aus, die in den Verbrennungsschock einmünden, dessen Spätkomplikation die Verbrennungskrankheit ist. |
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| Bei einer Verbrennungstiefe ab zweitem Grad und einer Verbrennungsfläche von mehr als 20 % beim Erwachsenen, 10 % bei Kindern oder 5 % bei Säuglingen muß mit der Entstehung eines Verbrennungsschocks und somit mit einer lebensbedrohlichen Störung für den Patienten gerechnet werden. | |||
Verbrennungskrankheit Die örtliche Schädigung der Haut führt, insbesondere bei ausgedehnten Verbrennungen zu komplexen Regulations- und Funktionsstörungen, die alle Organe und Organsysteme betreffen und in ihrer Gesamtheit als Verbrennungskrankheit bezeichnet wird. Diese Krankheit kann noch Tage bis Wochen nach dem Unfallereignis lebensbedrohliche Krisen auslösen. Eine nicht zu vernachlässigende Gefahr ist die Infektion, die sich vor allem in der Phase der Verbrennungskrankheit negativ auf den Heilungsprozeß uswirken kann. |
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Rauchgasvergiftung Bei der Rauchgasvergiftung handelt es sich um eine Reizung der Atemwege durch die im Rauch enthaltenen Giftstoffe. Es kann zu einem toxischen Lungenödem führen. Dies kann auch noch nach Stunden auftreten. Deshalb ist es wichtig, daß jeder der den Rauchgasen ausgesetzt war ein Corticoidspray (Auxiloson, Bronchoparat) erhält und dies nach folgendem Therapieschema inhaliert: Unmittelbar nach der Vergiftung 5 Hübe Möglichst am Unfallort alle 5-10 Minuten 2-5 Hübe bis zur Leerung der ersten Packung |
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Maßnahmen bei Verbrennung / Verbrühung
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Vorbereitung für Notarzt:
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Bekannte Quellen: Bild Wundechtaufnahmen: Foliensatz des DRK |